Nachgereicht: Unerhörter Lärm – Das Mödlinger Grüne Blatt 09/2009

21. September 2009 von Ein Moedlinger

Grüne Stadt – Das Mödlinger Grüne Blatt 09/2009

An dieser Stelle nochmals ein großes, herzliches DANKESCHÖN an alle beteiligten Bürger wie Gemeindepolitiker die mitgeholfen haben die unerträglichen Zustände zu beenden, letztlich auch ein Dankeschön an die EVN – schade nur, dass all dieser Wirbel nötig war und 3 Jahre vergehen mussten …. Bis jetzt „hört“ es sich recht gut an ….

Nachgereicht: Nebelhorn im Kanal – NÖN, Ausgabe 27/2009

21. September 2009 von Ein Moedlinger

Letztlich stellte sich die Ursache für den dröhnenden Lärm (den Geräuschen des EVN-Kraftwerkes der vergangenen Jahre vergleichbar) in der Nacht vom 21. auf 22. Juni als Folge einer Kanalsanierung heraus, zur Erleichterung der Anrainer wie man nunmehr weiß ein Fehlalarm, die Reaktion wird jedoch aufgrund der jahrelangen Lärmqual durch besagtes Kraftwerk verständlich.

Anbei nachgereicht die „Entwarnung“ in der NÖN. Vielleicht zeigt jedoch dieser damalige „Aufschrei“ eines deutlich auf, dass nämlich in zunehmend dichter verbauten Umlandgemeinden Wiens (und nicht nur dort), wo oftmals Industriegebiet oder Sportflächen an Wohngebiet grenzt, Autobahnen wie Bahnlinien und letztlich Flugrouten zahlreich zu finden sind – dass also all diese Lärmquellen kumulierend wirken und manche Gebiete bereits heute keine zusätzliche Emissionsquellen vertragen, es im Gegenteil zu Lärmminderungen durch Anschaffung lärmarmer Fahrzeuge und Gerätschaften (Stichwort Laubbläser, Motorsensen, Rasentraktoren, …) der Kommunen wie Privater zu Entlastungen im Kleinen kommen sollte.

NOEN_272009_EVN_Kraftwerk_Laerm_Moedling_web

Nachgereicht: Kuriose Lärmsuche im Heizwerk – Kurier, 9. Juni 2009

21. September 2009 von Ein Moedlinger
Bericht ag. Foschum, Kurier, 09. Juni 2009

Bericht Mag. Foschum, Kurier, 09. Juni 2009

Nebelhorn brummt – Ruhe währte nur kurz – NÖN, Ausgabe 26/2009

25. Juni 2009 von Ein Moedlinger

NOEN_262009_EVN_Kraftwerk_Laerm_Moedling

Bitte beachten Sie die Anmerkungen bzw. Nachtrag am Ende dieses Beitrages

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EVN-Kraftwerk Mödling – Lärmtheater und kein Ende …

22. Juni 2009 von Ein Moedlinger
EVN-Laerm_Moedling_Biomassekraftwerk_als_Nebelhorn

Warnt das "Nebelhorn"-Kraftwerk der EVN künftig Bürger vor herannahendem Schlaf?

EVN-Tinnitus im Stimmbruch?

Es wäre wohl zu schön gewesen … mit 9. Juni 2009 nahm die EVN das Mödlinger Biomasse-Kraftwerk „in City-Lage“ wieder in Betrieb – und es blieb still. Anfangs fragte man sich noch „Ist es denn schon in Betrieb?“ Nachdem aus dem Schlot mächtig Wasserdampf gemischt mit Restbeständen an Schadstoffen ausgestoßen wurde, gaben sich die Anrainer selbst die Antwort – „Wohl ja“ – denn seitens der EVN erfolgte keine Information an die Anrainerschaft.

Wir erhielten Zuschriften wie „Endlich hören wir das Plätschern des Mödlingbaches wieder bei uns im Garten“, über „Es ist wie Urlaub, nur zu Hause“, „Herrlich“, „DANKE!“, auch „Wir wussten gar nicht mehr, dass man die Vögel bei uns so Zwitschern hört“ usw. Zusammengefasst – der durch die EVN in Mödlinger Schul- und Wohngebiet gebrachte Industrielärm war der altbekannten, bis zur Kraftwerkserrichtung genossenen Lebensqualität gewichen – man konnte wieder Schlafen und musste nicht den ganzen Tag über Angst davor haben, wie wohl die kommenden Abend/Nachtstunden durch den EVN-Lärmterror gestaltet sein werden.

Vereinzelt hörte man Stimmen wie „Hoffentlich bleibt es auch so“ oder „Wie wird es wohl im Herbst/Winter sein?“ – als Mensch mit reichlich Lebenserfahrung wusste man – bloß nicht zu euphorisch sein, man weiß ja nie …

Dann kamen erste Berichte wie „Ein wenig hört man schon noch ab und zu, hoffentlich wird es nicht wieder mehr“ – man wollte aber immer noch an den vollständigen Erfolg der Nachrüstungen glauben (und hoffen). Diese Hoffnungen zerplatzen wie eine Seifenblase in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 2009:

In den späteren Abendstunden ertönte ein dumpfes Dröhnen einem Nebelhorn nicht unähnlich, als ob jemand Luft über eine offene Flaschenöffnung bläst. „Das wird doch nicht … die EVN … nein … kann doch nicht ….“ 15 Minuten später, nachdem man Nachtgewand mit Straßenkleidung gewechselt hatte wusste man – „Es ist … die … EVN ….!!“ Das „Nebelhorn-Dröhnen“ wollte nicht mehr weichen, leider fand man nicht ausreichend Polster im Bett wie man sich wünschte, um darin den Kopf zu vergraben und den alles durchdringenden Lärm auszusperren. Das dumpfe Dröhnen schwoll an, wurde schwächer um jedoch sogleich wieder an Intensität zu gewinnen – Foltermaßnahmen mit Lärm können auf Dauer nicht viel grausamer sein – zumal das Nebelhorn-Dröhnen durchaus noch lauter als bisherige Einzeltöne bzw. -Frequenzen erschien.

Die Situation ist nun wie es scheint die folgende – das breite Spektrum an „Industrie-Hintergrundrauschen“ hat die EVN durch die Sanierung weitgehend in den Griff bekommen und (vorerst oder für immer?) abgestellt, der EVN-Tinnitus ist jedoch in den Stimmbruch gekommen, hat an Intensität gewonnen und ist nunmehr als „Nebelhorn-Ton“ unterwegs, um Mödlinger Bürgern den Schlaf zu rauben … wer kann hier noch getrost vom „richtigen Standort für eine Industrieanlage dieser Größe“ sprechen?

Nachtrag 25. Juni 2009: Möglicherweise war für die Lärmerscheinung 21./22. Juni 2009 ausnahmsweise NICHT das EVN-Kraftwerk Mödling schuld sondern Kanalsanierungsmaßnahmen der Fa. Strabag im Auftrag der Gemeinde, welche scheinbar nur nachts durchgeführt werden können und welche in dieser Nacht in der Friedrich Schiller Straße an der Sanierung gearbeitet hat.

Die Anzahl der eingetroffenen Mails nach dieser Nacht zeigt jedoch, wie sehr Lärm in diesem Bereich Mödlings in den letzten Jahren aufgrund der EVN zum Problem geworden ist und wie sensibel derzeit noch darauf reagiert wird. Dass eine Kanalsanierung ein Tonmuster erzeugt, welches dem „EVN-Tinnitus“ aufs Haar gleicht und lediglich tiefer ist, konnte nicht erwartet werden und auch der nächtliche Spaziergang zweier Anrainer unabhängig voneinander hat jeweils zum Verdachtsmoment „EVN“ geführt.

Es freut uns umso mehr, wenn wir uns tatsächlich getäuscht haben.

Beitrag zur Expertise – NÖN, Ausgabe 25/2009

18. Juni 2009 von Ein Moedlinger
NOEN_kw252009_evn_kraftwerk_laerm_moedling

Die Bürgerinitiative rund um das Biomasse-Heizwerk hat ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben

Scheckübergabe: Die Grünen sowie die SPÖ Mödling unterstützen private Lärmmessungen

16. Juni 2009 von Ein Moedlinger

Um nach fast 3 Jahren Anrainer-Kampf gegen den EVN-Lärm für die Zukunft besser gewappnet zu sein, entschlossen sich betroffene und engagierte Anrainer die absolute, mehrwöchige Ruhephase während der Werkrevision des EVN-Biomassekraftwerkes Mödling (16. Mai bis 9. Juni 2009) zu nutzen und diese „Stille“ zu messen, um Ruhe-Referenzwerte dieses Mödlinger Stadtteils dokumentiert zu haben.

Spontan erklärten sich Die Grünen Mödling (Stadträtin Inge Hasenöhrl, EUR 250) sowie die SPÖ Mödling (Vizebürgermeister Holzmann, EUR 300) auf Anfrage bereit, diese Maßnahme tatkräftig zu unterstützen – im Namen aller Anrainer ein herzliches Dankeschön!

Mittlerweile dürfte das Biomassewerk wieder seinen (Voll?-) Betrieb aufgenommen haben, die nunmehrige Nachrüstung scheint erfreulicherweise tatsächlich eine spürbare Verbesserung mit sich zu bringen. Eine solide Beurteilung wird jedoch erst in einigen Wochen bis Monaten möglich sein, insbesondere ab der nächsten Heizperiode, wenn das Werk mit Maximallast betrieben wird.

Übrigens – auch das baugleiche EVN-Biomassekraftwerk in Baden/Tribuswinkel wird dieser Tage mit dem selben Schalldämpfer nachgerüstet …

Filter: Dritter Versuch soll für Ruhe sorgen – NÖN, Ausgabe 24/2009

11. Juni 2009 von Ein Moedlinger

Gemeinderatsitzung Mödling, 8. Mai 2009 – BGM LAbg. Hintner berichtet

29. Mai 2009 von Ein Moedlinger
BGM LAbg. Hans Stefan Hintner (Quelle: moedling.at)

BGM LAbg. Hans Stefan Hintner (Quelle: moedling.at)

Bericht des Bürgermeisters anlässlich der Sitzung des Gemeinderates am 8. Mai 2009:

Zum EVN-Biomasse-Heizkraftwerk in Mödling und dem bezughabenden Dringlichkeitsantrag darf ich berichten, dass ich diesbezüglich im laufenden Kontakt zur Geschäftsführung der EVN AG stehe. Im Jänner 2009 wurde im Abluftkamin des Heizkraftwerkes ein Frequenzfilter eingebaut, der vorerst zur Verringerung von Schallimmissionen beigetragen hat. Weiters hat mich ein Bericht der Konzernleitung erreicht, demgemäss seitens der Betriebsleitung zusätzlich noch laufend Schallmessungen durch externe Experten durchgeführt wurden. Dabei konnten durch Messungen mit hochsensiblen Messgeräten weitere von der Anlage ausgehende Frequenzen festgestellt werden, die nunmehr in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Mödling einer Behebung zugeführt werden sollen. Am 12. Mai 2009 soll seitens der EVN Mödling eine Informationsveranstaltung gemeinsam mit den Anrainern durchgeführt werden und soll dort die Vorstellung und Diskussion der weiteren Maßnahmen erfolgen. Die EVN AG hat aber auch darauf hingewiesen, dass mehrere von den Anrainern vorgebrachte Beeinträchtigungen durch Immissionen nicht dem Heizkraftwerk zugeordnet werden konnten. Ich hoffe, dass nunmehr durch diese umfangreichen Maßnahmen der Betriebsleitung der EVN eine Lösung für die Anrainer in greifbarer Nähe ist. Weiters wurde mir versichert, dass die Brennstoffe für das Heizwerk beinahe ausschließlich aus regionalen Quellen stammen, da ein Transport über weitere Distanzen wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre. Die Anlieferung erfolgt auch größtenteils über die Bahn, wobei aufgrund des nicht direkten Bahnanschlusses die letzte Strecke mit LKW´s gefahren werden muss. Allfällige nicht österreichische Kennzeichen dieser LKW´s ändern jedoch nichts daran, dass das angelieferte Heizgut aus regionalen Quellen stammt.

Quelle: Protokoll öffentliche Sitzung des Gemeinderates 08. Mai 2009

Anmerkungen:

  • Die technische Nachrüstung im Februar 2009 hatte keinerlei Auswirkungen auf die Immissionsintensität bei den betroffenen Anrainern. Möglich, dass Enten und Fischen beim Mödlingbach seither geholfen ist.
  • Jene Anrainer (aus den Bereichen Weißes Kreuz Gasse, Goethegasse, Beethovengasse ua.), welche laut EVN-Eigendiagnose durch den EVN-Lärmwahnsinn nicht beeinträchtigt sein sollen (es jedoch nach glaubwürdigen Angaben sind) erfreuen sich exakt seit der vorübergehenden Werkstilllegung zwecks jährlicher Anlagenrevision am 16. Mai 2009 an herrlicher Stille und gleichsam verschwundenen HNO-Beschwerdesymptomen – wer glaubt –  völlig ohne zu hinterfragen – an solche „Zufälle“??!
  • Hackschnitzel-Anlieferung – Vorweg, diese stellt für die meisten Anrainer kein Lärmproblem dar, lediglich das Gymnasium Bachgasse ist von entladenden LKWs zeitweilig aufgrund der Nähe (10-15 m Entfernung zu den Schulklassen) etwas in Mitleidenschaft gezogen. Anlieferung von Hackschnitzel mit slowakischen LKW? Immer noch sinnvoller als mit dem LKW aus Vorarlberg, aber wie soll man sich das konkret vorstellen? Leere LKW fahren von Detva, Slowakei zum Bahnhof Guntramsdorf (der laut EVN Umladebahnhof sein soll), um dort ohne örtliche Infrastruktur täglich 10-15 Sattelschlepper für das KW Mödling zu beladen?

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EVN-Kraftwerkslärm Mödling: Anrainer starten eigene Messreihe

23. Mai 2009 von Ein Moedlinger
Stopp dem EVN-Industrielärm im Mödlinger Wohn- und Schulgebiet

Stopp dem EVN-Industrielärm im Mödlinger Wohn- und Schulgebiet!

In wenigen Monaten ist das EVN-Biomasse-Kraftwerk in Mödling 3 Jahre in Betrieb. 3 Jahre geprägt von zunehmender Lärmbelastung für alle Anrainer aber auch Schulen, Kindergärten – 3 Jahre geprägt von Beschwichtigungen, Negation, Tatsachenverzerrung und bis dato in realiter folgenlosen Ankündigungen.

Medialer Berichterstattung, Bemühungen der Mödlinger Grünen sowie der SPÖ Mödling ist es zu verdanken, dass zumindest in der Theorie die EVN Besserung versprochen hat. Auch versprochen wurden zu Beginn der ernsthaften Gespräche die Übergabe von Messprotokollen, aus dieser Ankündigung wurden ein Versprechen auf Einsichtnahme während der Informationsveranstaltungen, schließlich wurde dieser Punkt gänzlich fallen gelassen – nicht einmal Fotos zum (angeblichen?) Einbau eines Dämpfers im Februar 2009 wurden gezeigt.

Nachdem diese (angebliche?) Dämpfer-Nachrüstung absolut keine Änderung brachte wird nun während der Werkrevision (das Werk ist seit 16. Mai 2009 stillgelegt, in weiten Teilen der Mödlinger Bevölkerung ist seither ein Aufatmen zu spüren, schmerzhaftes Druckempfinden der Ohren ist vielfach wie weggefegt, Vogelgezwitscher und „normale“ Umgebungsgeräusche sind wieder als solche zu hören, die „Lärmglocke“ ist vorübergehend beendet) ein zweiter (?) Dämpfer nachgerüstet.

Um die aktuell vorherrschende „himmlische“ Stille zu dokumentieren und Referenzwerte des ortsüblichen  Lärmniveaus gänzlich ohne EVN-Biomasse-Kraftwerk zu erhalten, haben sich betroffene Anrainer für eine private Messreihe zusammengeschlossen. Erste Messungen haben bereits stattgefunden, weitere werden in bestimmten Abständen sowie an unterschiedlichen Orten (Messpunkte des Anlagengenehmigungsbescheides, private Häuser und Wohnungen in der Umgebung) folgen. Wir werden peinlichst genau darauf achten, dass keine Grenzwertüberschreitungen mehr stattfinden bzw. diese gegebenenfalls unter anderem publik machen.

An dieser Stelle ist ein besonderer Dank an „Die Grünen Mödling“ sowie die „SPÖ Mödling“ zu richten, Frau Stadträtin Hasenöhrl bzw. Herr Vizebürgermeister Holzmann haben durch finanzielle Unterstützung ein Zustandekommen dieser Messreihen mit ermöglicht. Vorbildlich, herzlichen Dank!

Wenn Sie unser Vorhaben – nämlich eine „Beruhigung“ Mödlings – unterstützen möchten, so zögern Sie nicht zB. durch eine Spende diese Messreihen zu unterstützen – mailen Sie uns für nähere Informationen!

Nachweislich ist es durch die vorübergehende Stilllegung des EVN-Werkes seit 16. Mai 2009 in folgenden Gebieten zu einer deutlichen Lärmentlastung gekommen (so weit sind die Auswirkungen in Mödling also spür- bzw. hörbar):

Schulweg, Josef Schleussner Straße, Bachgasse, Untere Bachgasse, Demelgasse, Thomas Tamussino Straße, Weißes Kreuz Gasse, Beethovengasse, Friedrich Lehr Straße, Goethegasse, Leinerinnengasse und andere.