Lärmsituation EVN-Kraftwerk Mödling – aktuell

22. Februar 2011

Was hat sich seit Sommer/Herbst 2010 getan? Eine kurze Nachlese.

Nachdem der Sommer gegen Ende August sich zu Ende neigte konnte auch endlich die infolge der EVN-Werkrevision im Mai 2010 verursachte bzw. aufgetretene neuerliche Dauer-Lärmbelästigung beendet werden – indem verbaute Schalldämpfer nachjustiert wurden. Der Dröhn- sowie Zisch-Lärm war somit nach „bereits“ 3,5 Monaten endlich beendet. Als Grund für die lange Behebungsdauer wurde die Urlaubszeit von EVN-Mitarbeitern sowie Lieferanten-Firmen genannt. Nur mit einer kleinen Unterbrechung war anschließend das Werk bis Ende Jänner 2011 soweit leise bzw. „still“, dass man schon beinahe von „annehmbaren Zuständen“ sprechen konnte – eingedenk der vorherigen zeitweiligen Zustände.

Mit anfangs Februar 2011 hat zuerst der so genannte „EVN-Tinnitus“ wieder seine Aktivität aufgenommen, zuletzt kam auch noch Dauer-Zischen (vergleichbar einer stark bremsenden  Eisenbahngarnitur) rund um die Uhr hinzu (und nein, es ist keine Bahn etc.).

Der Kraftwerks-Betreiber EVN ist informiert, diesmal hat man recht schnell reagiert und für etwa Anfangs/Mitte März – je nach Temperatur … – eine Stilllegung und Behebung versprochen. Zwar wiederum 4-6 Wochen Lärm, aber immerhin nicht ein ganzer Sommer lang … aber zunächst muss das Problem auch auf Anhieb richtig angegangen werden …

So verständlich es ist, dass zu ergreifende Maßnahmen eine Vorplanung benötigen, kein Kraftwerk dem anderen gänzlich gleich und kein Massenprodukt von der Stange ist – so unangenehm ist die Situation für alle Anrainer infolge der immer wieder auftretenden Probleme, obwohl seinerzeit eine nachhaltige Nachbesserung versprochen wurde.

Auf das die Nachhaltigkeit noch Einzug hält … (wobei, wie dies mit den vielen slowakischen Schüttgut-Sattelschleppern pro Tag in Verbindung zu bringen ist hat wohl noch niemand so recht verstanden – aber das ist eine andere Geschichte).

In der Nacht auf heute ist zusätzlich wieder einmal (zuletzt vor einigen Wochen …) das Werk außer Rand und Band geraten infolge Systemabsturz – zwischen 01.10 Uhr morgens und etwa 01.50 Uhr gab es im Sekundentakt explosionsartige Dampfstöße (Hörprobe), sodass an Schlaf nicht zu denken war. Erst nach knapp einer Dreiviertel Stunde konnte das vermutlich wie üblich nachts unbesetzte Kraftwerk unter Kontrolle gebracht werden.

Nachhaltigkeit a la EVN … Nichts als ein Modewort?

31. August 2010
Nachhaltigkeit_evn_niederoesterreich_kraftwerk_moedling_Laerm

In Wahrheit nichts wert?

Zur Erinnerung – von der Werkinbetriebnahme im Jahre 2006 an wurden Anrainer durch monotones Dröhnen geplagt – nicht laut im Sinne von „Lautstärke“, aber bei zum Kraftwerk hin orientierten Häusern wie Wohnungen selbst bei geschlossenen Fenstern in allen Räumen gut hörbar – einer steten Folter nicht unähnlich.

Lange wurde seitens der EVN alles bestritten, es wurde gelogen („Sie sind der Einzige!“ – „Wir hören das zum ersten Mal!“, …) – bis endlich im Jahr 2008 erreicht werden konnte, dass im Jahr 2009 das Kraftwerk Mödling sowie das baugleiche Werk in Baden bei Wien/Tribuswinkel nachgerüstet wird. An dieser Stelle wiederholt ein großes Dankeschön an die damaligen Unterstützer aus der Bevölkerung sowie von Seiten der SPÖ Mödling und den Grünen Mödling.

Versprochen wurde damals eine nachhaltige, dauerhafte und umfassende Lösung, ja darüber hinaus eine Art Monitoring, um eventuell über die ersten Maßnahmen hinaus noch weiter die Situation zu verbessern und Herr der Lärm-Situation zu werden. Im Zuge der Werkrevision Mai 2009 wurde dieser Einbau vollzogen, Herr Alfred Freunschlag, der verantwortliche Geschäftsführer der EVN Wärme GmbH übermittelte stolz via Zeitungsmeldungen mit Sicherheit alles behoben zu haben.

Ein Jahr später sieht die Lage allerdings wieder GÄNZLICH anders aus! Den Rest des Beitrags lesen »

… und immer wieder EVN-Kraftwerk Mödling!

30. August 2010

Längere Zeit ist es still gewesen – hier im Mödlinger Blog zum Thema „Biomassekraftwerk“, aber  mehr oder weniger und mit etwas gutem Willen seitens der Anrainer auch im Wohngebiet rund um den Kraftwerksneubau – trotz Anlagenbetrieb.

Dass es nun nicht mehr so still ist da wie dort liegt an der Energieversorgung Niederösterreich, an der EVN. Mit knapp 10.000 Mitarbeitern mehr als eine lokale Größe, und jährlicher Garant für stattliche Überweisungen an den Haupteigentümer, dem Land Niederösterreich. Böse Zungen würden an dieser Stelle anmerken, dass aus diesem Grund Den Rest des Beitrags lesen »

Neuerlicher Störfall im EVN Kraftwerk Mödling

23. Dezember 2009
Achtung, EVN-Kraftwerk im Ort!

Achtung, EVN-Kraftwerk im Ort!

Das haben sich die des Wohls der Bürger wegen stets vorausdenkenden Lokalpolitiker vor der Kraftwerks-Errichtung wohl nicht gedacht – die EVN bereitet auch dieses Jahr den Mödlinger Bürgern und somit ihren eigenen EVN-Fernwärmekunden ein besonderes Weihnachtsgeschenk, auch wenn der eigentliche Termin knapp verfehlt wurde – ganz abgesehen von den in den letzten Monaten seit Eintritt der kälteren Jahreszeit immer mal wieder vorhandenen Phasen der alt bekannten, durch die EVN verursachten Lärmprobleme, die bisher noch nicht neuerlich öffentlich thematisiert sondern vorerst hingenommen wurden … ein Fehler?

In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember 2009 lag Mödling für über eine Stunde (!) unter exorbitant lautem Dauerbeschuss von sich explosionsartig freisetzenden Dampfstößen, bis es einem herbeieilenden EVN-Mitarbeiter gegen 4.30 Uhr endlich gelang, das zuvor führungslose Kraftwerk unter Kontrolle zu bekommen und diese „Explosionen“ zu beenden.

Leider ein – technisch zum Teil verständlich – geschützter Marktbereich wie auch EVN-Wasser – anders als Strom, Gas – man müsste glatt den Betreiber wechseln (gibt es das auch für Politiker?), wenn dieses „Geschenk“ in der stillen Zeit des Jahres nicht gefallen hat …

An dieser Stelle, nach dieser neuerlich gestohlenen Nachtruhe einen herzlichen Dank an die Mödlinger Lokalpolitiker für diese weitere Mödlinger Bausünde! Gute Arbeit – damals wie heute!

Eine aufgenommene Hörprobe findet sich hier.

Nachgereicht: Unerhörter Lärm – Das Mödlinger Grüne Blatt 09/2009

21. September 2009

Grüne Stadt – Das Mödlinger Grüne Blatt 09/2009

An dieser Stelle nochmals ein großes, herzliches DANKESCHÖN an alle beteiligten Bürger wie Gemeindepolitiker die mitgeholfen haben die unerträglichen Zustände zu beenden, letztlich auch ein Dankeschön an die EVN – schade nur, dass all dieser Wirbel nötig war und 3 Jahre vergehen mussten …. Bis jetzt „hört“ es sich recht gut an ….

Nachgereicht: Nebelhorn im Kanal – NÖN, Ausgabe 27/2009

21. September 2009

Letztlich stellte sich die Ursache für den dröhnenden Lärm (den Geräuschen des EVN-Kraftwerkes der vergangenen Jahre vergleichbar) in der Nacht vom 21. auf 22. Juni als Folge einer Kanalsanierung heraus, zur Erleichterung der Anrainer wie man nunmehr weiß ein Fehlalarm, die Reaktion wird jedoch aufgrund der jahrelangen Lärmqual durch besagtes Kraftwerk verständlich.

Anbei nachgereicht die „Entwarnung“ in der NÖN. Vielleicht zeigt jedoch dieser damalige „Aufschrei“ eines deutlich auf, dass nämlich in zunehmend dichter verbauten Umlandgemeinden Wiens (und nicht nur dort), wo oftmals Industriegebiet oder Sportflächen an Wohngebiet grenzt, Autobahnen wie Bahnlinien und letztlich Flugrouten zahlreich zu finden sind – dass also all diese Lärmquellen kumulierend wirken und manche Gebiete bereits heute keine zusätzliche Emissionsquellen vertragen, es im Gegenteil zu Lärmminderungen durch Anschaffung lärmarmer Fahrzeuge und Gerätschaften (Stichwort Laubbläser, Motorsensen, Rasentraktoren, …) der Kommunen wie Privater zu Entlastungen im Kleinen kommen sollte.

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Nachgereicht: Kuriose Lärmsuche im Heizwerk – Kurier, 9. Juni 2009

21. September 2009
Bericht ag. Foschum, Kurier, 09. Juni 2009

Bericht Mag. Foschum, Kurier, 09. Juni 2009

Nebelhorn brummt – Ruhe währte nur kurz – NÖN, Ausgabe 26/2009

25. Juni 2009

NOEN_262009_EVN_Kraftwerk_Laerm_Moedling

Bitte beachten Sie die Anmerkungen bzw. Nachtrag am Ende dieses Beitrages

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EVN-Kraftwerk Mödling – Lärmtheater und kein Ende …

22. Juni 2009
EVN-Laerm_Moedling_Biomassekraftwerk_als_Nebelhorn

Warnt das "Nebelhorn"-Kraftwerk der EVN künftig Bürger vor herannahendem Schlaf?

EVN-Tinnitus im Stimmbruch?

Es wäre wohl zu schön gewesen … mit 9. Juni 2009 nahm die EVN das Mödlinger Biomasse-Kraftwerk „in City-Lage“ wieder in Betrieb – und es blieb still. Anfangs fragte man sich noch „Ist es denn schon in Betrieb?“ Nachdem aus dem Schlot mächtig Wasserdampf gemischt mit Restbeständen an Schadstoffen ausgestoßen wurde, gaben sich die Anrainer selbst die Antwort – „Wohl ja“ – denn seitens der EVN erfolgte keine Information an die Anrainerschaft.

Wir erhielten Zuschriften wie „Endlich hören wir das Plätschern des Mödlingbaches wieder bei uns im Garten“, über „Es ist wie Urlaub, nur zu Hause“, „Herrlich“, „DANKE!“, auch „Wir wussten gar nicht mehr, dass man die Vögel bei uns so Zwitschern hört“ usw. Zusammengefasst – der durch die EVN in Mödlinger Schul- und Wohngebiet gebrachte Industrielärm war der altbekannten, bis zur Kraftwerkserrichtung genossenen Lebensqualität gewichen – man konnte wieder Schlafen und musste nicht den ganzen Tag über Angst davor haben, wie wohl die kommenden Abend/Nachtstunden durch den EVN-Lärmterror gestaltet sein werden.

Vereinzelt hörte man Stimmen wie „Hoffentlich bleibt es auch so“ oder „Wie wird es wohl im Herbst/Winter sein?“ – als Mensch mit reichlich Lebenserfahrung wusste man – bloß nicht zu euphorisch sein, man weiß ja nie …

Dann kamen erste Berichte wie „Ein wenig hört man schon noch ab und zu, hoffentlich wird es nicht wieder mehr“ – man wollte aber immer noch an den vollständigen Erfolg der Nachrüstungen glauben (und hoffen). Diese Hoffnungen zerplatzen wie eine Seifenblase in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 2009:

In den späteren Abendstunden ertönte ein dumpfes Dröhnen einem Nebelhorn nicht unähnlich, als ob jemand Luft über eine offene Flaschenöffnung bläst. „Das wird doch nicht … die EVN … nein … kann doch nicht ….“ 15 Minuten später, nachdem man Nachtgewand mit Straßenkleidung gewechselt hatte wusste man – „Es ist … die … EVN ….!!“ Das „Nebelhorn-Dröhnen“ wollte nicht mehr weichen, leider fand man nicht ausreichend Polster im Bett wie man sich wünschte, um darin den Kopf zu vergraben und den alles durchdringenden Lärm auszusperren. Das dumpfe Dröhnen schwoll an, wurde schwächer um jedoch sogleich wieder an Intensität zu gewinnen – Foltermaßnahmen mit Lärm können auf Dauer nicht viel grausamer sein – zumal das Nebelhorn-Dröhnen durchaus noch lauter als bisherige Einzeltöne bzw. -Frequenzen erschien.

Die Situation ist nun wie es scheint die folgende – das breite Spektrum an „Industrie-Hintergrundrauschen“ hat die EVN durch die Sanierung weitgehend in den Griff bekommen und (vorerst oder für immer?) abgestellt, der EVN-Tinnitus ist jedoch in den Stimmbruch gekommen, hat an Intensität gewonnen und ist nunmehr als „Nebelhorn-Ton“ unterwegs, um Mödlinger Bürgern den Schlaf zu rauben … wer kann hier noch getrost vom „richtigen Standort für eine Industrieanlage dieser Größe“ sprechen?

Nachtrag 25. Juni 2009: Möglicherweise war für die Lärmerscheinung 21./22. Juni 2009 ausnahmsweise NICHT das EVN-Kraftwerk Mödling schuld sondern Kanalsanierungsmaßnahmen der Fa. Strabag im Auftrag der Gemeinde, welche scheinbar nur nachts durchgeführt werden können und welche in dieser Nacht in der Friedrich Schiller Straße an der Sanierung gearbeitet hat.

Die Anzahl der eingetroffenen Mails nach dieser Nacht zeigt jedoch, wie sehr Lärm in diesem Bereich Mödlings in den letzten Jahren aufgrund der EVN zum Problem geworden ist und wie sensibel derzeit noch darauf reagiert wird. Dass eine Kanalsanierung ein Tonmuster erzeugt, welches dem „EVN-Tinnitus“ aufs Haar gleicht und lediglich tiefer ist, konnte nicht erwartet werden und auch der nächtliche Spaziergang zweier Anrainer unabhängig voneinander hat jeweils zum Verdachtsmoment „EVN“ geführt.

Es freut uns umso mehr, wenn wir uns tatsächlich getäuscht haben.

Beitrag zur Expertise – NÖN, Ausgabe 25/2009

18. Juni 2009
NOEN_kw252009_evn_kraftwerk_laerm_moedling

Die Bürgerinitiative rund um das Biomasse-Heizwerk hat ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben


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