
Sollen wir Mödlinger so in der "Gartenstadt" leben?
Montag, 10. November 2008, Mödling, Mautwirtshaus. Betroffene Anrainer begleitet von Vertretern der Stadtgemeinde Mödling treffen auf Vertreter des Kraftwerk-Betreibers EVN. Gleich zu Beginn stellt der Sprecher der EVN, Mag. Zach klar, die Problemsituation “total ernst” zu nehmen und mit vereinten Kräften an einer Problemlösung zu arbeiten, denn “Ja, die EVN ist Lärmverursacher!” Die EVN wisse das, die anwesenden Anrainer aber auch noch viele weitere Anrainer seien davon betroffen, die EVN sei sich der Sache bewusst. Nachsatz: Dennoch – und das gilt es festzuhalten – sei alles im gesetzlichen Rahmen … . Wir danken für diese ehrlichen Worte, denn bis vor wenigen Tagen (siehe Bericht NÖN Ausgabe 43/2008, Bericht Kurier 08.11.2008) tönte es noch anders. Aber so schön diese offene Aussage auch klingen möge, sie hilft den zahlreichen Betroffenen erst nach tatsächlicher Beendigung der Misere.
Unterdessen melden sich immer mehr “Einzelschicksale” – Familien und Personen, die seit der Inbetriebnahme des Kraftwerks im Jahre 2006 bei den Behörden und der EVN vorstellig wurden, die jedoch unisono die Antwort bekamen “Sie sind der erste/einzige, der uns davon berichtet … “. Wie inflationär das Wort “einzig” doch verwendet werden kann … scheinbar ist man davon ausgegangen, dass diese “Einzelnen” ohnedies nie zueinander finden werden … ein Irrtum.
Ende nächster Woche möchte die EVN (wieder einmal) Messergebnisse präsentieren, hoffentlich können wir Anrainer bald wirklich wieder in “Ruhe” leben – wir werden es “hören”.
Sie sind auch betroffener Anrainer und haben sich noch nicht bei uns gemeldet? Dann holen Sie das nach, schreiben Sie uns!
Schlagwörter: Biomasse, Brummen, Dröhnen, EVN, Gartenstadt, Gehörschutz, Lärm, Mödling, Pressesprecher, Surren, Wohn- und Schulgebiet, Zach
14. November 2008 um 21:55
Der Nachsatz “es sei alles im rechtlichen Rahmen” ist reine Verhöhnung. In der Betriebsanlagengenehmigung ist unter anderem ein Auflagepunkt, in dem zur Nachtzeit maximal 32 db Lärmimission auf Nachbargrundstücken (auch bei der Volkshilfe gegenüber dem Heizwerk) vorgeschrieben werden. Dieser Wert wird selbst an den “lärmarmen” Messtagen für die Gutachten geringfügig überschritten.
Von Montag bis Mittwoch (12.11) war das Werk ungewöhnlich leise. Nachdem die Messungen beendet sind, herrscht seit 13.11. wieder Normalbetrieb mit deutlich hörbarem Lärm.
Ich bin gespannt, wie lange die EVN dieses Katz- und Mausspiel noch fortführen wird können.
17. November 2008 um 14:55
DIESES Wochenende (15./16.11.) war sehr LAUTSTARK und vor allem:
Es war bis weit nach Mitternacht und bei geschlossenem Fenster!
Ich habe das Gefühl, das es immer lauter wird und unglücklicherweise ist das Brummen und Dröhnen nun auch im Kinderzimmer unserer Tochter zu hören (fast 15 Mon.).
Unsere Tochter hat einen sehr guten Schlaf, aber gestern Nacht ist sie mehrmals aufgewacht, hat geweint und war unruhig.
Heute vormittag war das Brummen und Dröhnen beim Vorbeigehen stark zu hören, trotz Verkehr, trotz Züge, etc.
Am “Schlimmsten” war es wieder mal auf der Brücke!
Ich bin gespannt wie lange uns die EVN noch hinhält und vertröstet!
15. Dezember 2008 um 19:06
Ist es möglich, dass man das geheimnisvolle Brummen auch in den Häusern Ecke Beethovengasse – Weiße Kreuzgasse
hören kann? Meine Nachbarin und ich leiden nämlich seit Monaten unter einem nicht zu ortenden, vor allem nachts auftretenden Brummen in unseren Häusern. In der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember war es wieder einmal besonders schlimm! Ohne Oropax zu schlafen ist da unmöglich.
MfG
Dr. Jacot
16. Dezember 2008 um 12:46
Sehr geehrte Frau Dr. Jacot,
ich kann Ihnen diese Frage natürlich nicht mit absoluter Sicherheit beantworten, gehe jedoch sehr stark davon aus, dass das EVN City-Holzkraftwerk auch an Ihrer Adresse die Ursache für die Lärmbelästigung darstellt – ich habe eine Reihe an Mails und Nachrichten aus diesem Mödlinger Stadtteil erhalten, viele konnten den Lärm nicht konkret zuordnen, für manche hat es sich bei genauerer Beobachtung als Ursache bewahrheitet. Ich selbst habe dieses Brummen/Dröhnen im Bereich der Fa. Brawenec/Goethegasse einige male beobachtet, der von Ihnen beschriebene Ort liegt von dort in der verlängerten Sichtachse.
Leider liegen keine näheren Details vor, wann endlich mit Ruhe zu rechnen sein wird – und natürlich, ob die geplanten Maßnahmen die Ursache wirklich beseitigen bzw. ausreichen werden.
Interessant ist, dass das Dröhnen in den letzten Monaten immer lauter geworden ist – obwohl laut Darstellung und Erklärung der EVN (“Ein Phänomen!”) von der Stunde null der Inbetriebnahme die Lärmemission gleich stark sein sollte …
mfg
16. Dezember 2008 um 14:09
Es würde mich nicht wundern, wenn das Heizwerk auch in der Beethovengasse zu hören ist. Bei meinen abendlichen Runden mit dem Hund wundere ich mich immer wieder, über welch weite Strecken das Brummen wahrgenommen werden kann – z.B. Eisentorgasse, Mölkergasse, Freihofgasse, Keimgasse, an manchen Tage sogar noch in der Viechtlgasse!