
BGM LAbg. Hans Stefan Hintner (Quelle: moedling.at)
Bericht des Bürgermeisters anlässlich der Sitzung des Gemeinderates am 8. Mai 2009:
Zum EVN-Biomasse-Heizkraftwerk in Mödling und dem bezughabenden Dringlichkeitsantrag darf ich berichten, dass ich diesbezüglich im laufenden Kontakt zur Geschäftsführung der EVN AG stehe. Im Jänner 2009 wurde im Abluftkamin des Heizkraftwerkes ein Frequenzfilter eingebaut, der vorerst zur Verringerung von Schallimmissionen beigetragen hat. Weiters hat mich ein Bericht der Konzernleitung erreicht, demgemäss seitens der Betriebsleitung zusätzlich noch laufend Schallmessungen durch externe Experten durchgeführt wurden. Dabei konnten durch Messungen mit hochsensiblen Messgeräten weitere von der Anlage ausgehende Frequenzen festgestellt werden, die nunmehr in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Mödling einer Behebung zugeführt werden sollen. Am 12. Mai 2009 soll seitens der EVN Mödling eine Informationsveranstaltung gemeinsam mit den Anrainern durchgeführt werden und soll dort die Vorstellung und Diskussion der weiteren Maßnahmen erfolgen. Die EVN AG hat aber auch darauf hingewiesen, dass mehrere von den Anrainern vorgebrachte Beeinträchtigungen durch Immissionen nicht dem Heizkraftwerk zugeordnet werden konnten. Ich hoffe, dass nunmehr durch diese umfangreichen Maßnahmen der Betriebsleitung der EVN eine Lösung für die Anrainer in greifbarer Nähe ist. Weiters wurde mir versichert, dass die Brennstoffe für das Heizwerk beinahe ausschließlich aus regionalen Quellen stammen, da ein Transport über weitere Distanzen wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre. Die Anlieferung erfolgt auch größtenteils über die Bahn, wobei aufgrund des nicht direkten Bahnanschlusses die letzte Strecke mit LKW´s gefahren werden muss. Allfällige nicht österreichische Kennzeichen dieser LKW´s ändern jedoch nichts daran, dass das angelieferte Heizgut aus regionalen Quellen stammt.
Quelle: Protokoll öffentliche Sitzung des Gemeinderates 08. Mai 2009
Anmerkungen:
- Die technische Nachrüstung im Februar 2009 hatte keinerlei Auswirkungen auf die Immissionsintensität bei den betroffenen Anrainern. Möglich, dass Enten und Fischen beim Mödlingbach seither geholfen ist.
- Jene Anrainer (aus den Bereichen Weißes Kreuz Gasse, Goethegasse, Beethovengasse ua.), welche laut EVN-Eigendiagnose durch den EVN-Lärmwahnsinn nicht beeinträchtigt sein sollen (es jedoch nach glaubwürdigen Angaben sind) erfreuen sich exakt seit der vorübergehenden Werkstilllegung zwecks jährlicher Anlagenrevision am 16. Mai 2009 an herrlicher Stille und gleichsam verschwundenen HNO-Beschwerdesymptomen – wer glaubt – völlig ohne zu hinterfragen – an solche „Zufälle“??!
- Hackschnitzel-Anlieferung – Vorweg, diese stellt für die meisten Anrainer kein Lärmproblem dar, lediglich das Gymnasium Bachgasse ist von entladenden LKWs zeitweilig aufgrund der Nähe (10-15 m Entfernung zu den Schulklassen) etwas in Mitleidenschaft gezogen. Anlieferung von Hackschnitzel mit slowakischen LKW? Immer noch sinnvoller als mit dem LKW aus Vorarlberg, aber wie soll man sich das konkret vorstellen? Leere LKW fahren von Detva, Slowakei zum Bahnhof Guntramsdorf (der laut EVN Umladebahnhof sein soll), um dort ohne örtliche Infrastruktur täglich 10-15 Sattelschlepper für das KW Mödling zu beladen?
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