Anmerkungen:
- Anrainer haben sich bereits unmittelbar nach der Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks im Sommer/Herbst 2006 an die EVN gewandt, nicht erst 2008. Seit 2008 ist auch die breitere Öffentlichkeit durch die freundliche Unterstützung der Medien informiert.
- Über all diese Monate hinweg wurde den reklamierenden Anrainern gegenüber stets in Abrede gestellt, dass dieses EVN-Kraftwerk im Herzen von Mödling Lärmverursacher sein kann, außerdem „habe sich noch niemand anderer beschwert“ usw. Erst durch die Einschaltung der Medien sowie durch die Schaffung dieser Internetplattform war eine Vernetzung der Anrainer möglich – der EVN war die Problemlage also über lange Zeit keinesfalls „ein großes Anliegen“.
- Noch im November 2008 hat Mag. Zach, Sprecher der EVN AG, in einem NÖN-Zeitungsinterview indirekt angezweifelt, dass das Mödlinger EVN-Kraftwerk überhaupt Verursacher der Lärmsituation sei.
- Ende November hat DI Alfred Freunschlag, Geschäftsführer EVN Wärme GmbH, einen ersten Filtereinbau für etwa Februar 2009 zugesagt, wofür das Werk einige Tage stillgelegt werden müsste. Stilllegung konnte kein Anrainer wahrnehmen, ebenso keine Einbauarbeiten (ganz im Gegensatz zu Arbeiten während der eben abgeschlossenen Werkrevision 2009). Plötzlich hieß es der Einbau sei erfolgt, obwohl kein Anrainer eine Besserung erkennen konnte. Bis heute gibt es Zweifel, ob es tatsächlich eine Aufrüstung gab.
- Im Zeitraum Dezember 2008 bis Februar 2009 hat die EVN laut eigener Angabe lediglich div. andere Maßnahmen gesetzt, so zB. Abtrennen der metallenen Gebäudehülle vom Schlot.
- Letztlich ist es egal, ob nun tatsächlich die erste, vielleicht die zweite und wohl kaum die dritte Schalldämpfer-Nachrüstung für eine Beseitigung der Lärmproblematik sorgt – das EVN-Biomassekraftwerk ist dieser Tage wieder in Betrieb gegangen, man wird sehen wie der umgerüstete Schlot bei Vollbetrieb nun „klingt“ ..
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STÖRGERÄUSCH / Mit einem extra angefertigten Filter aus Deutschland will die EVN die störende Frequenz beseitigen.
VON KATRIN KRAMPL
MÖDLING / Seit Monaten fühlen sich Anrainer des Biomasse-Heizwerks von einer bestimmten Frequenz gestört. Die Frequenz ist sehr tief und wird von den Betroffenen als eine Art Brummen beschrieben. „Für uns ist die Behebung des Problems ein großes Anliegen“, betont EVN-Pressesprecher Mag. Stefan Zach. Deshalb führte die EVN auch freiwillig zahlreiche bauliche Maßnahmen durch.
Dazu gehörte auch der Einbau von Frequenzfiltern, einer davon wurde erst vor wenigen Monaten montiert. Trotzdem gab es immer noch Beschwerden von Anrainern.
Deshalb wurde ein Spezialunternehmen aus Deutschland beauftragt, ein Schalldiagramm zu erstellen. „Dadurch haben wir herausgefunden, dass der zweite Filter zwar eine Frequenz zerstört, aber es darunter noch eine weitere gibt, die störend sein kann“, erklärt Zach.
Um das Problem nun endgültig zu beheben, wurde das deutsche Unternehmen beauftragt, einen Spezialfilter herzustellen, „den man nicht von der Stange kaufen kann.“ Zudem musste man für den Einbau, der derzeit erfolgt, extra ein Loch in die Wand der Biomasseanlage stemmen.
Alle baulichen Maßnahmen, die diese störende Frequenz beheben sollen, haben die EVN bis jetzt mehr als 200.000 Euro gekostet. „Es ist uns sehr wichtig, dass die Anlage auf eine große Akzeptanz stößt“, so Zach. Außerdem würden die betroffenen Anrainer in regelmäßigen Abständen über sämtliche Maßnahmen zur Behebung des Problems informiert werden.
Die Vorgeschichte: 2008 wandten sich Anrainer des Biomasse-Heizwerks an die EVN: Sie fühlten sich in der Nacht von einem Geräusch gestört und konnten nicht schlafen.
Die EVN ließ Messungen von Schallexperten durchführen und forschte die Lärmquelle aus. Die störeden Frequenz trat bei bestimmten Betriebsarten auf und wurde im Bereich des Kamins geortet. Deshalb wurde Ende November 2008 ein Frequenzfilter eingebaut, vor einigen Monaten folgte noch ein zweiter.
Da sich einige Anrainer durch die Frequenz immer noch gestört fühlten, ließ die EVN von einem Spezialunternehmnen aus Deutschland ein Schalldiagramm machen. Dabei wurde eine weitere mögliche Frequenz entdeckt, die nun mit einem extra angefertigten Frequenzdämpfer zerstört werden soll.
Schlagworte: Lärm, Ruhe, Mödling, EVN, Ruhestörung, Biomasse-Kraftwerk, NÖN, Lebensqualität, EVN-Tinnitus, Lärmbelastung, Zach, Freunschlag, Wohn- und Schulgebiet

16. Juni 2009 um 10:22
Auch die Bürger des beschaulichen, am Rande des Neckars gelegene Binau bei Mosbach haben seit November 2008 mit dem Betrieb und den damit verbundenen Ruhestörungen eines Biomassekraftwerkes zu „kämpfen“. Auch hier stört ein Ton einer bestimmten Frequenz und lässt die Anwohner nicht mehr ruhig schlafen.
Trotz mannigfaltiger Beschwerden an das Landratsamt, Unterschriftensammlungen und Leserbriefen in der lokalen Presse wird der „Biolärm“ nicht abgestellt.
Seit nunmehr 9 Monaten sehen sich die Bürger und Bürgerinnen durch den immerwährenden Lärm malträtiert.
Der uständige Landrat, Dr. Brötel, sieht sich immer noch nicht veranlasst, hier Schritte zu unternehmen, um diese Ruhestörungen abzustellen.
Das Unternehmen verspricht seit langer Zeit, bauliche Maßnahmen in Auftrag zu geben, um endlich den Anwohnern wieder eine Nachtruhe zu ermöglichen.
Doch nichts geschieht!
Die Lobby „BIOENERGIE“ lässt grüßen!