Längere Zeit ist es still gewesen – hier im Mödlinger Blog zum Thema “Biomassekraftwerk”, aber mehr oder weniger und mit etwas gutem Willen seitens der Anrainer auch im Wohngebiet rund um den Kraftwerksneubau – trotz Anlagenbetrieb.
Dass es nun nicht mehr so still ist da wie dort liegt an der Energieversorgung Niederösterreich, an der EVN. Mit knapp 10.000 Mitarbeitern mehr als eine lokale Größe, und jährlicher Garant für stattliche Überweisungen an den Haupteigentümer, dem Land Niederösterreich. Böse Zungen würden an dieser Stelle anmerken, dass aus diesem Grund bei einem Staatsbetrieb (denn als solches ist die EVN gemäß Landesverfassung anzusehen) gerne mal nicht so genau hingesehen wird bzw. Genehmigungen durchgeführt werden, die kein privater Gewerbetreibender erhalten würde (was oft ja auch gut ist – nur dass es umgekehrt nicht so ist, ist dann noch schlechter).
Genau dieser Eindruck herrscht in Mödling, gänzlich unabhängig von bösen Zungen. Dort ist es möglich die lokale Bevölkerung wiederholt einem dauerhafter Lärmterror auszusetzen, während die Verantwortlichen ziemlich entspannt zusehen oder auf Urlaub fahren, dazu später mehr.
Die letzten Wochen und Monate haben wieder gezeigt was wir Anrainer schon immer befürchtet haben – dieser Standort ist so ziemlich die dümmste Lösung, die gefunden werden konnte, zumal das größte Industrieareal Niederösterreichs nur 1,5 km Luftlinie entfernt liegt (und über eigene Autobahn Zu- und Auffahrten sowie Bahnanschluss verfügt …):
- Alle paar Wochen befindet sich diese Anlage im lautstarken Notlaufprogramm und muss explosionsartig alle paar Sekunden Dampf ablassen (zuletzt am 24.08.2010 von etwa 20.40 Uhr bis 21.45 Uhr) – interessanter Weise geschieht dies meist nachts und dann eine gefühlte Ewigkeit, solange eben bis ein EVN-Mitarbeiter beim “führungslosen” Kraftwerk (da abends nicht besetzt) eintrifft und die manuelle Steuerung übernimmt.
- Täglich 20-30 Sattelschlepper-Fahrten mehr durch Mödling, durch Wiener Neudorf zwecks Hackschnitzel-Anlieferung; zumeist aus der Slowakei kommend stauen diese Transporter täglich auf der Tangente durch Wien. Anlieferung per Bahn wie so gerne von unterschiedlichen Seiten gehofft oder behauptet? Keine Spur – wo und wie auch.
- Die Feinstaub-Belastung hat seit der Werkinbetriebnahme in dieser Region deutlich zugenommen, insbesondere in den Sommermonaten ist die Belastung, die nicht von Straßenverkehr wie der A2 herrühren soll, signifikant gestiegen (Werte gemäß NÖ Luftgütemessnetz) – das EVN-Werk ist ganzjährig in Betrieb. Alles nur ein Zufall?
- Die höchsten Immissionswerte liegen in einem Umkreis von 200-400 Metern Luftlinie um das Kraftwerk, dh. die höchste Dosis an Schadstoffen landen mitten im Schul- und Wohngebiet.
Tags: Dröhnen, EVN, Feinstaub, Kraftwerk, Lärm, Lärmbelastung, LKW-Transport, Mödling, Ruhestörung, Standortwahl, Wohn- und Schulgebiet
14. September 2010 um 12:43 |
komisch ich wohne auch in der Nähe und ich höre ausser dem
gelegentlichen Dampfablassen nichts ??
fahre auch die Bahnstrasse sehr oft und habe die Sattelschlepper noch nie als belästigend empfunden.
27. November 2010 um 00:17 |
Das Brummen, verursacht durch das Heizkraftwerk Mödling, ist in der letzten Zeit wieder einmal unerträglich! Tun wir doch etwas dagegen, denn sonst ist für viele Menschen, die hier leben, diese Stadt nicht mehr lebens- und liebenswert!
11. Mai 2011 um 18:11 |
Das Brummen welches im, oder sehr nahe am Infraschallbereich liegt und infolge dessen nur von einem Bruchteil der Einwohner von Mödling direkt wahrgenommen werden kann (Auswirkungen wie Schlafstörungen, etc. aber sehr wohl verspürt, aber nicht weiß warum), muss beendet werden.