Zur Erinnerung – von der Werkinbetriebnahme im Jahre 2006 an wurden Anrainer durch monotones Dröhnen geplagt – nicht laut im Sinne von “Lautstärke”, aber bei zum Kraftwerk hin orientierten Häusern wie Wohnungen selbst bei geschlossenen Fenstern in allen Räumen gut hörbar – einer steten Folter nicht unähnlich.
Lange wurde seitens der EVN alles bestritten, es wurde gelogen (“Sie sind der Einzige!” – “Wir hören das zum ersten Mal!”, …) – bis endlich im Jahr 2008 erreicht werden konnte, dass im Jahr 2009 das Kraftwerk Mödling sowie das baugleiche Werk in Baden bei Wien/Tribuswinkel nachgerüstet wird. An dieser Stelle wiederholt ein großes Dankeschön an die damaligen Unterstützer aus der Bevölkerung sowie von Seiten der SPÖ Mödling und den Grünen Mödling.
Versprochen wurde damals eine nachhaltige, dauerhafte und umfassende Lösung, ja darüber hinaus eine Art Monitoring, um eventuell über die ersten Maßnahmen hinaus noch weiter die Situation zu verbessern und Herr der Lärm-Situation zu werden. Im Zuge der Werkrevision Mai 2009 wurde dieser Einbau vollzogen, Herr Alfred Freunschlag, der verantwortliche Geschäftsführer der EVN Wärme GmbH übermittelte stolz via Zeitungsmeldungen mit Sicherheit alles behoben zu haben.
Ein Jahr später sieht die Lage allerdings wieder GÄNZLICH anders aus! Während die Nachrüstung 2009 eine spürbare Entlastung für die Anrainerschaft, Schulen und Kindergärten brachte, verschlimmerte sich unmittelbar nach der Werkrevision Mai 2010 die Situation beträchtlich und ist mittlerweile teilweise schlimmer als je zuvor – von Nachhaltigkeit, nachhaltiger Sanierung oder einer gelungenen, dauerhaften Verbesserung absolut keine Spur.
Anfangs Juni meldete ich mich bei Herrn Freunschlag um unser Anliegen zu deponieren – von unserem Standort aus war über Wochen lautes Rauschen und Zischen zu vernehmen als ob durchgehend geräuschvoll Überdruck abgelassen werden würde. Man gab sich ahnungslos, versprach die Situation zu prüfen. Anfangs Juli die selbe, unveränderte Situation, einige Anrainer nehmen bereits wieder das ehemalige “Tinnitus-Dröhnen” wahr wie wir nachträglich erfahren, wir selbst klagen immer noch über lautes Rauschen und Zischen. Wenige Stunden nach einem Zusammentreffen mit Herrn Freunschlag und dem Werksleiter Herrn Pohnleitner ist dieses wochenlang andauernde Rauschen vorbei – nun hören auch wir das leise Dröhnen – oh nein!
Da jedoch Urlaubszeit ist – und was ist die Lebensqualität im Sommer von ein paar Anrainern schon wert – vertröstet Herr Freunschlag auf Mitte August (es ist anfangs Juli, wohlgemerkt!), denn dann sei er und Herr Ponleiter vom Urlaub retour und dann könne man das wieder besprechen …
Seitens der EVN hat es keine Kontaktaufnahme zum vereinbarten Zeitraum gegeben, wir werden leidvoll berichten wie sich die Sache weiter entwickelt. Aktuell dröhnt uns das Kraftwerk zu, egal ob Fenster offen oder geschlossen sind, egal ob es in der Wohnung leise oder laut ist – das Dröhnen ist jederzeit hör- wie “fühlbar”.
Zum Glück darf die EVN in Österreich kein Kernkraftwerk betreiben …
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